Satzung

1. Mitgliedschaft

1.1 Erwerb der Mitgliedschaft

Mitglied der Avantgarde kann jede Person werden, die das 18. Lebensjahr vollendet hat. Der Aufnahmeantrag muß an den Vorstand gestellt werden.

Über Aufnahme eines neuen Mitgliedes wird bei der nächsten Jahreshauptversammlung spätestens, oder bei der nächsten Mitgliederversammlung abgestimmt. Vor der endgültigen Aufnahme eines neuen Mitgliedes ist der Gesamtvorstand der Bruderschaft zu informieren. Nach dessen Zustimmung ist das Neumitglied dann aufgenommen.

1.2 Verlust der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft endet durch

  1. durch Austritt
  2. durch Ausschluß
  3. durch Tod

Der Austritt aus der Avantgarde ist dem Avantgardenvorstand, spätestens bis zur Jahreshauptversammlung des jeweiligen Jahres, mitzuteilen.

Bei Vorliegen eines schwerwiegenden Grundes, z.B. Schädigung des Ansehens, offensichtliche Mißachtung der Satzung sowie der Beschlüsse des Vorstandes oder der Mitgliederversammlung, kann der Vorstand ein Mitglied nach Abstimmung der Mitgliederversammlung mit einfacher Stimmenmehrheit ausschließen.

Von dem Beschluß ist das Mitglied unter Angabe der Gründe zu unterrichten. Gegen den Beschluß steht dem Ausgeschlossenen innerhalb einer Frist von vier Wochen Einspruch zu. Der Einspruch ist unter Angabe von Gründen an den Vorstand zu richten. Über den Einspruch entscheidet die Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit.

Ausscheidende Mitglieder haben keinen Anspruch auf Beteiligung am Vereinsvermögen oder auf Ersatz für die Beteiligung. Mit dem Tag des Austritts bzw. des Ausschlusses erlöschen alle aus der Mitgliedschaft entstandenen Rechte. Von einem entgültigen Ausschluß eines Mitgliedes ist der Gesamtvorstand zu informieren. Nach dessen Zustimmung ist das Mitglied dann ausgeschlossen.

1.3 Ehrenmitglieder

Mitglieder der Avantgarde können zu Ehrenmitgliedern ernannt werden.

Über die Ernennung ist der Gesamtvorstand zu informieren.

1.4 Rechte und Pflichten der Mitglieder

Die Mitglieder haben Stimmrecht in den Mitgliedsversammlungen und sind in die Ehrenämter des Vereins wählbar.

Die Mitglieder verpflichten sich, das Ansehen der Garde zu fördern, die Satzung und die Vorstands- und Versammlungsbeschlüsse zu befolgen, die Abmeldepflicht zu beachten und die Strafgelder pünktlich zu bezahlen.

Ehrenmitglieder sind weder stimmberechtigt, noch können sie Ansprüche aus der Ehrenmitgliedschaft herleiten. Mitglieder sind verpflichtet, Orden und Ehrenzeichen in Verbindung mit der Uniform zu tragen.

1.5 Beitrag

Jedes Mitglied ist verpflichtet, den von der Mitgliederversammlung der St. Sebastianus Schützenbruderschaft von 1494 festgesetzten Jahresbeitrag zu zahlen und sich an Veranstaltungen zu beteiligen.

An Veranstaltungen der Schützenbruderschaft, sowie am Begräbnis eines Mitgliedes der Avantgarde, sollen sich alle Mitglieder beteiligen.

1.6 Abmeldepflicht

Die Abmeldung des Mitgliedes muß mindestens 3 Tage vor dem Termin der Veranstaltung an den Vorstand erfolgen.

Ein Mitglied ist abgemeldet:

  1. bei längerer Krankheit
  2. bei dringendem familiärem Grund
  3. bei Unfall
  4. bei anderweitig wichtigen persönlichen Gründen
  5. bei Tod

Die Rechtmäßigkeit der Abmeldung wird vom Vorstand entschieden.

1.7 Zahlungspflicht

Bei Mißachtung der Abmeldefrist, offensichtliche Beschädigung und Verlust von Vereinseigentum werden von den Mitgliedern Strafgelder erhoben. Die Höhe der Strafgelder wird von der Jahreshauptver-sammlung für ein Jahr festgelegt.

Die Strafgelder sind innerhalb von einem Monat an den Kassenwart zu entrichten. Sind bei besonderen Anlässen, z.B. Schützenfeste, außergewöhnliche finanzielle Mittel erforderlich, so kann ein zusätzlicher Sonderbetrag (Umlage) erhoben werden. Über die Höhe wird spontan mit Einwilligung aller anwesenden Avantgardisten entschieden.

Der durch den verbleibenden Rest des Sonderbeitrages entstandene Vermögenszuwachs bleibt Eigentum der Avantgarde. Bei der Einwilligung muß zumindest der Kommandeur, oder sein Stellvertreter und ein Vorstandsmitglied zugegen sein.

1.8 Sportschießen

Die Mitglieder sollen sich am sportlichen Schießen der Bruderschaft, das sich an die Bestimmungen des Bundes richtet, beteiligen.

Die Teilnahme am sportlichen Schießen des Bezirkes, der Diözese und des Bundes ist wünschenswert.

2. Organe der Avantgarde

2.1 Verwaltung und Leitung

Zur Verwaltung und Leitung sind bestellt:

  1. die Mitgliederversammlung
  2. der Vorstand

2.2 Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung beruft der Kommandeur (Vorsitzende) ein. Er ist berechtigt, diese jederzeit einzuberufen.

Er ist dazu verpflichtet, wenn mindestens ein Drittel der Mitglieder diese unter Angabe von Gründen beantragen. Über die Beschlüsse führt der Schriftführer Protokoll.

2.3 Vorstand

Der Vorstand besteht aus:

  1. dem Kommandeur (Vorsitzender)
  2. dem stellvertretenden Kommandeur (Vorsitzender)
  3. dem Spieß (Vorsitzender)
  4. dem Kassenwart
  5. dem stellvertretenden Kassenwart
  6. dem Schriftführer
  7. dem stellvertretenden Schriftführer
  8. den drei Standartenoffizieren

Die Wahl des Vorstandes erfolgt alle fünf Jahre in der Mitgliederversammlung. Die Wahl der Kassenprüfer (zwei Personen) findet jährlich statt, wobei jeweils nur der länger amtierende ersetzt wird. Sie gehören nicht dem Vorstand an. Einmalige Wiederwahl ist möglich.

Vertreten wird die Avantgarde durch den Kommandeur oder seinem Stellvertreter in Verbindung mit dem Kassenwart oder dem Schriftführer. Verzögert sich die Neuwahl, führt der alte Vorstand die Geschäfte bis zur Neuwahl weiter.

2.4 Rechte und Pflichten des Vereins

  1. Aufnahme und Ausschluß von Mitgliedern
  2. Verhängung von Aufnahmesperren
  3. Festsetzung vonAnweisungen, Richtlinien und Maßnahmen im Interesse der Zweckbestimmung der Garde
  4. Zurechtweisung von Mitgliedern bei Verstößen gegen die Satzung

Der Kommandeur und sein Stellvertreter sind verpflichtet, bei Vergehen Mitglieder zur Ordnung zu rufen. Der Kassenwart verwaltet das Avantgardenvermögen mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns. Er zieht die Strafgelder ein und führt die laufenden Kassengeschäfte. Auf Verlangen hat der Kassenwart jederzeit den beiden Vorsitzenden Einblick in die Kassenführung zu gewähren. Das Recht auf Einsicht in die Kassenbücher haben ebenfalls die Mitglieder des geschäfts-führenden Vorstandes der Bruderschaft.

Der Schriftführer führt den Schriftverkehr der Avantgarde, soweit es sich nicht um Kassenangelegenheiten handelt. Er ist Protokollführer bei den Mitgliederversammlungen und Vorstandssitzungen.

Die von der Mitgliederversammlung zu wählenden Kassenprüfer haben unter Zugrundelegung der Rechnungsbelege die Jahres-abrechnung zu prüfen. Auf der Jahreshauptversammlung haben die Kassenprüfer über das Ergebnis ihrer Prüfung zu berichten und ggf. die Entlastung zu beantragen.

3. Verfahrens- und Geschäftsordnung

3.1 Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr (Erstmaliger Beginn ist der 01. Januar 1997).

3.2 Jahreshauptversammlung

Die Jahreshauptversammlung findet im ersten Quartal eines jeden Jahres vor der Generalversammlung der Bruderschaft statt. Die Einberufung muß mindestens 10 Tage vorher erfolgen. Die Tagesordnung der Jahreshauptversammlung muß enthalten:

  1. Berichte des Vorstandes über das abgelaufende Geschäftsjahr
  2. Bericht der Kassenprüfer
  3. Entlastung des Vorstandes
  4. Neuwahlen
  5. Sonstiges

Die Jahreshauptversammlung berät und beschließt über die Punkte 3-5.

3.3 Beschlußfähigkeit

Jede satzungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist beschlußfähig, wenn mindestens die Hälfte der Mitglieder anwesend sind. Falls dies nicht zutrifft, muß eine erneute Mitgliederver-sammlung einberufen werden. Die erneut einberufene Mitgliederversammlung ist dann mit einfacher Mehrheit beschlußfähig.

3.4 Beschlußfassung

Für die Beschlußfassung, außer über Satzungsänderungen, genügt einfache Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. Satzungsänderungen, die auf der Tages-ordnung stehen müssen, bedürfen einer drei Viertel Mehrheit der anwesenden Mitglieder.

3.5 Satzungsänderung

Anträge auf Satzungsänderungen müssen bis Anfang des letzten Quartals des laufenden Geschäftsjahres abgegeben werden.

3.6 Wahl des Vorstandes

Die Wahl der Vorstandsmitglieder erfolgt grundsätzlich einzeln und in öffentlicher Abstimmung. Geheime Abstimmung kann auf Antrag eines Mitgliedes herbeigeführt werden. Die Leitung der Wahl des ersten Kommandeurs hat der Brudermeister oder sein Stellvertreter. Die Leitung der Wahl der übrigen Vorstandsmitglieder erfolgt durch den 1. Kommandeur. Wer zur Wahl vorgeschlagen ist, muß vor der Wahl gefragt werden, ob er bereit ist, das Amt anzunehmen. zur Übersicht

3.7 Auflösung der Avantgarde

Im Falle einer Auflösung der Avantgarde fällt das Vermögen an die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Werl, mit Maßgabe, daß die Bruderschaft das Vermögen verwaltet und das Inventar, z.B. Standarte, Degen, Uniform und Protokollbücher aufzubewahren hat. zur Übersicht

Werl im Februar 2003